Film: Ein Hirte und König schreibt Kino-Geschichte –Warum «David» die Herzen der Zuschauer trifft

Der Animationsfilm «David» hat die Marke von 70 Millionen US-Dollar an den Kinokassen überschritten. Bereits bei seinem Kinostart am 19. Dezember stellte er einen Rekord auf und etablierte sich als einer der erfolgreichsten Filme mit religiösem Thema aller Zeiten. Ab dem 26. März wird er auch im deutschen Sprachraum zu sehen sein.

(Lesezeit: 4 Minuten)

Vertrieben von «Angel Studios» (der früheren Vertriebsstelle von «The Chosen») hat der Animationsfilm «David», der auf der biblischen Geschichte Davids basiert, bereits im Januar die Marke von 70 Millionen US-Dollar überschritten. Bereits der Start hatte es in sich: Der animierte Streifen sprang mit einem Einspielergebnis von rund 22 Millionen US-Dollar auf Platz 2. Damit lag «David» nur hinter «Avatar: Fire and Ash» (88 Millionen US-Dollar). Er übertraf sowohl den drittplatzierten Film «The Housemaid» (19 Millionen US-Dollar) als auch den viertplatzierten «The SpongeBob Movie: Search for SquarePants» (16 Millionen US-Dollar). Anschliessend blieb er zwei Wochen lang in den Top 10. Der Film erzielte damit den erfolgreichsten Start, der je für einen religiös ausgerichteten Animationsfilm verzeichnet worden ist, noch vor «The King of Kings» und «The Prince of Egypt».

(Bild aus dem Trailer zum Film «David»)

Glaube, Mut und eine Schleuder

Wie es im Beschrieb heisst: «In einem von Angst und Korruption zerrissenen Königreich wird ein junger Hirte dazu berufen, sich einem Riesen und der Dunkelheit, die ihn umgibt, zu stellen. Mit nichts als Glauben, Mut und einer Schleuder fordert er ein Imperium heraus und erweckt das Herz einer Nation. Von den friedlichen Hügeln Bethlehems bis zum Dröhnen des Schlachtfelds wird seine Reise Könige formen, Herzen auf die Probe stellen und offenbaren, dass die grösste Stärke im Vertrauen und nicht in der Macht liegt.»

Co-Regisseur David Cunningham hält fest, Davids Geschichte gehöre zu den wenigen biblischen Erzählungen, die «über das traditionelle Glaubenspublikum hinausgehen können. Sie spricht Menschen an, die normalerweise nicht sehr häufig mit der Bibel in Berührung kommen.»

«Ich hoffe, David ist nicht böse»

Der christliche Künstler Phil Wickham leiht der Hauptfigur David seine Stimme. Er sagt: «Nur wenige Männer hatten so grossen Einfluss auf mein Leben wie König David. Seine Geschichte, seine Lieder und sein Glaube haben mich tief geprägt.» Weiter scherzt er: «Ich hoffe, David ist im Himmel nicht böse auf mich. Ich habe so viele seiner Liedzeilen gestohlen. Die Art und Weise, wie er mit Gott spricht – so reden wir bis heute mit Gott. David hat mein Gottesbild tief geprägt.» Als sich dann die Gelegenheit bot, David auf der Leinwand Leben einzuhauchen, sah Wickham darin die Verbindung seiner Kindheitsträume mit einer geistlichen Berufung.

 

Goliath ist intelligent – und dadurch noch gefährlicher

Phil Wickham sagt weiter, dass sich die Darstellung Goliaths von den üblichen Klischees unterscheidet. «Er ist nicht als tölpelhafter Riese dargestellt … sondern als kultiviert und intelligent – und dadurch noch furchteinflössender. Er ist nicht nur riesig und laut, sondern berechnend.»

Abgesehen von Jesus wissen wir über niemanden in der Bibel so viel wie über David, bilanziert Phil Wickham. «Wir sehen seine Kämpfe, Siege, Fehler – alles. Er war ein Mann des Glaubens und des Sieges, aber auch der Sünde und des Scheiterns. Warum nennt Gott ihn trotzdem einen Mann nach seinem Herzen? Ich glaube, der Unterschied ist seine Umkehr. Er kehrte immer wieder zu Gott zurück. … Damit identifiziere ich mich am meisten – nicht als König oder Kämpfer, sondern als jemand, der auf die Knie fällt und betet: ‘Schaffe in mir ein reines Herz, o Gott’.»

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